Ergebnisse 1 – 12 von 40 werden angezeigt


Lack auf hochglanz polieren

Der Lack von Fahrzeugen sieht nicht nur schön aus, er schützt die Karosserie außerdem vor unzähligen Umwelteinflüssen. Steinschläge, UV-Strahlen, Vogelkot, Insektenkadaver, Baumharz, Teer und Flugrost greifen die oberste Lackschicht an und lassen diese matt und stumpf wirken. Um einen stark angegriffenen und verwitterten Lack wieder glänzen zu lassen kommst du ums Polieren nicht herum.

Was ist polieren?

Polieren ist an sich nichts Anderes als schleifen im µ-Bereich. Die oberste Schicht jedes Autolackes ist die Klarlack-Schicht. Diese schützt den eigentlichen Farblack vor sämtlichen Umwelteinflüssen. Beim Polieren werden nur wenige Mikrometer abgetragen und somit kleinste Schäden im Klarlack beseitigt. Nach der Politur ist der Fahrzeuglack wieder schön glatt und sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch wesentlich besser vor Neuverschmutzung geschützt.

Welche Polituren gibt es?

Gerade für Laien und Autopflege-Anfänger ist es nicht ganz einfach die richtige Politur zu finden. Etablierte Bezeichnungen für Polituren sind Heavy Cut, Fine Cut und Micro Cut. Dabei ist Heavy Cut die Bezeichnung von groben Polituren, Fine Cut für mittlere Polituren und Micro Cut für die feinsten Polituren – auch Antihologramm-Polituren. Generell kann man sagen, je höher und gröber der Schleifanteil einer Politur ist, umso mehr Lack wird abgetragen und somit auch stärkere Lackdefekte beseitigt. Dabei ist der Glanzgrad relativ niedrig. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Abtragsleistung bei Polituren mit feinerem Schleifkorn geringer, der Glanzgrad jedoch höher ist.

Wie kann ich Autolack Polieren?

Bevor du dein Fahrzeug polierst, muss der Lack gründlich gereinigt werden. Eine normale Autowäsche reicht dabei meist nicht aus, da trotzdem Flugrost und Teerflecken auf der Lackoberfläche zurückbleiben. Diese müssen erst mit Spezialreinigern oder Lackknete entfernt werden, da sonst neue Kratzer beim Poliervorgang entstehen können.

Im Grunde gibt es nur zwei Möglichkeiten einen verwitterten oder beschädigten Lack zu Polieren - von Hand oder mit einer Poliermaschine.

Polieren von Hand

Für Kleinere Lackdefekte die einmalig wegpoliert werden sollen, lohnt sich die Anschaffung einer Poliermaschine meist nicht. Hier kann eine Lackpolitur von Hand meist schon ausreichend sein. Hierfür nimmst du zum Beispiel ein kleines Polierpad (75mm) und gibst etwas Politur darauf. Jetzt gehst du mit geraden Bewegungen über die Lackdefekte – so, das immer gegen und nicht mit dem Kratzer poliert wird. Kreisende Bewegungen sollten dabei vermieden werden.

Polieren mit einer Poliermaschine

Sollen größere Lackdefekte beseitigt, oder ein komplettes Fahrzeug aufbereitet werden, kommt nur eine Politur mittels Poliermaschine in Frage. Die Abtragsleistung, Glanz und Effektivität sind bei einer maschinellen Politur wesentlich höher als bei der Handpolitur. Auch beim Polieren mit einer Poliermaschine wird zuerst die Politur auf der Lackoberfläche verteilt und anschließend in Kreuzstrich-Bewegungen auspoliert.

Welche Poliermaschinen gibt es?

Prinzipiell wird in Rotations- und Exzenter-Poliermaschinen unterschieden. Rotationspoliermaschinen sind aufgrund ihrer höheren Abtragsleistung und erzeugten Wärme eher für erfahrene Anwender geeignet. Die hohen Temperaturen können dazu führen, dass der Lack bei falscher Anwendung regelrecht „verbrennt“.

Exzenter-Poliermaschinen hingegen sind auch für weniger erfahrene Anwender geeignet da wesentlich weniger Wärme beim Polieren erzeugt wird. Die Abtragsleistung ist bei Exzentermaschinen jedoch auch wesentlich geringer.

Welche Polierpads gibt es?

Neben der verwendeten Politur spielt auch das verwendete Polierpad eine entscheidende Rolle beim Polieren. Polierpads gibt es in verschiedenen Härtegraden - je nachdem, ob viel oder wenig vom Lack abgetragen werden muss und wie hoch der Glanzgrad nach der Politur werden soll. Generell kann man sagen: Je härter das Pad und gröber die verwendete Politur, umso höher ist die Abtragsleistung und geringer der Glanz des Lackes nach dem Polieren. Einige Hersteller haben komplette Poliersysteme entwickelt, bei denen jede Politur auch ihr Passendes Polierpad hat. Das „PolishSystem“ von Koch Chemie ist hier ein sehr gutes Beispiel. Polierpad und Politur sind perfekt aufeinander abgestimmt und auch farblich passend gekennzeichnet. Das erhöht die Effektivität beim Polieren enorm.