1. Autowäsche – erstmal muss der Schmutz runter!

1.1 Snow Foam

Im ersten Waschgang wird das Auto mit einem Snow Foam eingeschäumt. Der Snow Foam hat meist nicht die Reinigungsleistung eines Autoshampoos, jedoch löst er die ersten groben Verschmutzungen an und bereitet das Fahrzeug für die eigentliche Autowäsche vor. Der Snow Foam wird in die Schaumlanze eines Hochdruckreinigers oder in einen Pumpsprüher gefüllt. Die Menge an Snow Foam, sowie das Mischungsverhältnis von Snow Foam zu Wasser variiert dabei von Hersteller zu Hersteller. Wer dem Snow Foam noch etwas mehr Reinigungsleistung verleihen will, der kann noch einen Universalreiniger wie z.B. Koch Chemie Green Star zugeben. Ist das Fahrzeug eingeschäumt wird der entstandene Schaum nach einer gewissen Einwirkzeit mit einem Hochdruckreiniger oder Gartenschlauch gründlich abgespült.

1.2 Felgenreinigung

Im zweiten Schritt der Autowäsche werden die Felgen gereinigt, damit diese wieder in ihrer vollen Schönheit erstrahlen. Zuerst werden die Felgen mit einem hochwertigen Felgenreiniger eingesprüht. Die Felgenreiniger der Marken Tuga Chemie, Koch Chemie und Liquid Elements sind hier besonders hervorzuheben. Im Laufe der vom Hersteller angegebenen Einwirkzeit verfärbt sich der Felgenreiniger bei Kontakt mit Verschmutzungen Rot. Diese Chemische Reaktion nennt sich Wirkindikator. Wenn die Felgen durch Bremsstaub sehr stark verschmutzt sind, können diese mit einer sanften Felgenbürste besser entfernt werden. Bei der Verwendung von säurehaltigen Felgenreinigern sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Oberfläche der Felge auch dafür geeignet ist.

1.3 Autoshampoo

Im diesem Schritt der Autowäsche wird das Fahrzeug mit einem Autoshampoo gründlich gewaschen. Im Idealfall wird in diesem Waschgang die sogenannte Zwei-Eimer-Waschmethode angewandt. Bei dieser Methode werden, wie der name schon sagt, zwei Eimer verwendet – einer mit klarem Wasser und einer mit Shampoo-Wasser. Die Zwei-Eimer-Waschmethode soll sicherstellen, dass keine Lackschäden durch verschmutztes Wasser entstehen. HIER wird dir die Zwei-Eimer-Waschmethode ganz genau erklärt. Mithilfe eines Waschhandschuhs oder einem Schwamm wird das Fahrzeug jetzt gründlich von allen Verschmutzungen befreit. Dabei sollte das Auto immer von Oben nach Unten gewaschen werden, damit bereits gewaschene bzw. saubere Flächen nicht erneut verschmutzt werden. Von Oben nach Unten heißt: Erst das Dach, Windschutzscheibe und Heckscheibe dann die Motorhaube und Heckklappe. Anschließend Fenster, Türen, Kotflügen und zum Schluss die Radläufe und Schweller. anschließend wird das Fahrzeug mit klarem Wasser abgespült. Sollten jetzt noch Insektenkadaver, Teerspritzer und Flugrost auf der Lackoberfläche zu finden sein, dann ist das völlig ok. Diese Rückstände sind mit Abstand die hartnäckigsten und werden im übernächsten Schritt entfernt.

1.4 Trocknung

Wenn das Fahrzeug gründlich gewaschen wurde sollte es umgehend getrocknet werden, da sonst hartnäckige Kalkflecken entstehen können, welche erst mühsam wieder entfernt werden müssen. Für die Fahrzeugtrocknung gibt es spezielle Trockentücher. Diese sind besonders schonend zur Lackoberfläche und haben eine enorme Fähigkeit zur Wasseraufnahme. Bei den Trockentüchern sind die Tücher Silverback und Black Hole der Marke Liquid Elements aufgrund ihrer Qualität und Wasseraufnahme besonders hervorzuheben. Beim Trocken des Autos zeigt sich dann auch warum eine Autowäsche nie in der prallen Sonne durchgeführt werden sollte. Das Wasser trocknet auf der heißen Fahrzeugoberfläche viel zu schnell und die lästigen Kalkflecken sind automatisch vorprogrammiert.

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2.Lackreinigung – die Vorbereitung zum Polieren!

2.1 Kneten

Das Kneten der Lackoberfläche mit spezieller Lackknete ist ein ganz wichtiger Schritt bei der Lackreinigung. Lackknete hat absolut nichts mit herkömmlicher Kinderknete zu tun. Beim Kneten der Lackoberfläche werden eingebrannte Insektenkadaver, Teerspritzer und Flugrost mühelos entfernt. Hierzu wird die Knete flachgedrückt, die Lackoberfläche mit speziellem Gleitmittel benetzt und anschließend die Knete mit leichtem Druck über die Oberfläche geschoben. Hierbei ist es ganz wichtig, dass die Lackknete niemals über trockene Stellen geschoben wird. Dabei könnte der Lack beschädigt werden.

Lackknete gibt es in den Farben Rot (scharf), Grün (Mittel) und Blau (mild) wobei in 90 Prozent der Fälle die blaue Lackknete völlig ausreichend ist.

2.2 Entfetten

Bei der Anwendung von Lackknete in Verbindung mit Gleitmittel bleibt immer eine fettige, seifige Schicht auf dem Lack zurück. Polieren wäre in diesem Zustand absolut unmöglich, weshalb die Lackoberfläche unbedingt entfettet werden muss. Am besten eignet sich zum Entfetten sogenanntes Isopropanol (99 Prozentiger Alkohol). Erst wenn die Oberfläche gründlich entfettet ist, kann es im nächsten Schritt an die Politur des Autos gehen.

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3.Polieren – in 3 Schritten zum Hochglanz!

Im Professionellen und Gewerblichen Bereich wird je nach Zustand des Lackes meistens in drei Durchgängen poliert (grob, mittel, fein). Im Privaten Bereich können am eigenen Fahrzeug durchaus auch mal zwei Polier-Durchgänge völlig ausreichend sein. In diesem Guide gehen wir jedoch von drei Durchgängen aus, damit Jeder weis, wie es im absoluten Optimalfall laufen sollte.

3.1 Politur

Bevor mit dem Polieren begonnen wird, sollte überprüft werden, ob die Oberfläche Fett- und Schmutzfrei ist. Für optimale Ergebnisse sollte der Fahrzeuglack in drei Durchgängen poliert werden. Im ersten Polier-Durchgang kommt eine grobe Schleifpolitur mit hohem Cut zum Einsatz. Der Cut entscheidet, wieviel Material beim Polieren von der Lackoberfläche abgetragen wird. In diesem ersten Durchgang werden grobe Kratzer und Lackdefekte entfernt. Aufgrund des hohen Cuts können jedoch kleinere Swirls und Hologramme entstehen, welche in den folgenden Polierdurchgängen entfernt und die Oberfläche auf Hochglanz poliert wird.

Im zweiten Durchgang wird eine Politur mit mittlerem Cut verwendet. Diese sorgt dafür, dass die Lackoberfläche nur noch minimale Hologramme aufweist und schon annähernd perfekt aussieht.

Im dritten und letzten Polier-Durchgang kommt eine Politur mit ganz feinen Schleifkörpern und minimalem Cut zum Einsatz. Jetzt wird die Oberfläche auf Hochglanz poliert, so dass keinerlei Kratzer, Hologramme und Lackdefekte mehr zu sehen sind. Nun ist der Lack bereit für den letzten Schritt – die Versiegelung.

Tipp!

Um während einem Polier-Durchgang den Lack auf noch vorhandene Fehlstellen zu prüfen, einfach kurz mit Isopropanol über die bereits polierte Stelle wischen und mit einer geeigneten Lampe die Lackoberfläche untersuchen.

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4.Versiegeln – den Lack vor Umwelteinflüssen schützen!

4.1 Wachsversiegelung

Eine Wachsversiegelung mit hochwertigem Autowachs schützt die Lackoberfläche je nach Häufigkeit der Autowäsche bis zu mehreren Monaten. Autowachse werden in Hartwachs und Sprühwachs unterteilt. Während Hartwachs einen etwas besseren Schutz vor Umwelteinflüssen bietet und eine höhere Standzeit hat, lässt sich Sprühwachs wesentlich leichter auftragen und eignet sich so auch als Versiegelung für zwischendurch nach jeder Autowäsche. Das beste auf dem Markt erhältliche Wachs ist Carnaubawachs. Carnaubawachs ist das härteste Wachs der Welt und ist in den meisten hochwertigen Wachsversiegelungen der Marktführer enthalten. 

4.2 Keramikversiegelung

Die Versiegelung der Lackoberfläche mit einer Keramikbeschichtung ist die derzeit beste Versiegelung mit der höchsten Standzeit. Einige Hersteller geben eine Standzeit von 2 – 4 Jahren an, was schon wirklich anständig ist. Der Hauptbestandteil einer Keramikversiegelung ist Siliziumoxid, was der Beschichtung ihre außerordentliche Härte verleiht. Im Gegensatz zur Wachsversiegelung geht die Keramikversiegelung eine feste Verbindung mit der Lackoberfläche ein und kann in der Regel auch nur durch Polieren wieder entfernt werden. Diese feste Verbindung zwischen Beschichtung und Fahrzeuglack sorgt für die lange Standzeit einer Keramikversiegelung.

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